Jakub & Levi

Jakub & Levi – Entwicklung eines innovativen klimaneutralen Quartiers im Siedlungsverband

LEben und Lernen mit VIsion am Pfarrgrund zum Hl. Jakob (JAKUB auf Tschechisch)

Status: TIKS-Call

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds (www.klimafonds.gv.at) und der FFG gefördert (www.ffg.at).
Die FFG ist die zentrale nationale Förderorganisation und stärkt Österreichs Innovationskraft.

Projektleitung

Arch.in Mag.a Jutta Wörtl-Gössler, Rfm_Räume für Menschen Architektur

Projekt- bzw. Kooperationspartner:innen

Arch.in Mag.a Uli Machold, Rfm_Räume für Menschen Architektur

IBO – Österreichisches Instituts für Baubiologie und -ökologie

Enlion Innovation GmbH

Gemeinde Retzbach

Grazer Energieagentur Ges.m.b.H

Pfarre Unterretzbach

wohnbund:consult eG

Forschungszeitraum

April 2026 –

Urbane Transformation ist mit der Aktivierung bestehender Strukturen ländlicher Gebiete zu verknüpfen und gewinnt an Nachhaltigkeit durch den Austausch Stadt ‹-› Land. Die Entwicklung gut angebundener Quartiere in bestehenden Siedlungsstrukturen und Weiternutzung des Bestands im Umland entlastet städtische Quartiere, schafft vielfältige Begegnungsräume und Diversität im Zusammenleben, wirkt der Flächenversiegelung und Umweltüberlastung des urbanen Raums entgegen und trägt dadurch positiv zur Erreichung der Klimaziele bei.

Damit eine nachhaltige Quartiersentwicklung im Einzugsgebiet großer Städte gelingen kann, werden innovative Herangehensweisen benötigt, um zukünftige urbane Ansprüche bei Projekten im ländlichen Raum mit- und vorzudenken und im Austausch zwischen Anspruchsgruppen und Nutzer:innen aus Land und Stadt zu gestalten. Dafür werden funktionierende ländliche, soziale Strukturen übernommen und mit städtischen Lebenskonzepten verknüpft.

Mit diesem Anspruch wird das Projekt Jakub & Levi eine Sondierung für die Entwicklung eines ortskernnahen Areals in der Niederösterreichischen Gemeinde Unterretzbach umsetzen und innovative Instrumente und Herangehensweisen entwickeln, die in zahlreichen, ähnlich gelagerten Entwicklungsprojekten im Umland und Einzugsgebiet österreichischer Großstädte Anwendung finden können.

Warum Unterretzbach? Heute ist die Gemeinde Laut Typologie der Statistik Austria als peripherer ländlicher Raum einzustufen. Jedoch wird lt. den aktuellen ÖROK Regionalprognosen ein Ort wie Unterretzbach schon in naher Zukunft als Wachstumsregion im Großraum Wien zu betrachten sein. Bereits bis Ende dieses Jahrzehnts wird für das Weinviertel ein deutlicher Bevölkerungszuwachs durch Binnenwanderung, das heißt durch Zuzüge einheimischer Bevölkerung aus anderen Regionen, insbesondere aus dem Großraum Wien prognostiziert. Zugleich nimmt die einheimische Bevölkerung durch Überalterung und Wegzug ab. In anderen Worten: Ruhe vor dem Sturm … einem Sturm, dem die derzeit vorherrschende ländliche „Häuslbauer-Mentalität“ nichts entgegenzusetzen hat.